Neue Literaturhinweise zu Gerhart Hauptmann

Etwas verspätet steht jetzt die neueste Lieferung der Hinweise auf Literatur zu Gerhart Hauptmann zur Verfügung, die ich im Laufe des vergangenen Jahres gesammelt habe. Es hat sich mittlerweile bewährt, nur noch eine Lieferung pro Jahr zusammenzustellen, daher bleibt es zukünftig bei diesem Rhythmus. Nur am Rande sei bemerkt, daß es die erste Lieferung seit 2004 ist, die nicht im Namen der Gerhart-Hauptmann-Gesellschaft e.V., Berlin, erscheint.

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Literaturhinweise zu Gerhart Hauptmann

Auch für 2017 gibt es nur eine einzige Lieferung der Hinweise auf neue und bisher nicht angezeigte Hauptmann-Literatur. Bei den halbjährlichen Lieferungen ist das Verhältnis von Aufwand und Nutzen zu ungünstig. Die diesjährige Lieferung ist fertiggestellt und online abrufbar. Es ist die letzte Lieferung, die im Namen der Gerhart-Hauptmann-Gesellschaft e.V., Berlin, erscheint, da ich dort mit Wirkung vom 1.1.2018 nicht mehr Mitglied bin.

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Beiträge aus dem Hauptmann-Blog

Vor fast 10 Jahren habe ich begonnen, die Webseiten für die Gerhart-Hauptmann-Gesellschaft e.V., Berlin, aufzubauen. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, blieb ich Alleinautor insbesondere des Hauptmann-Blogs, ein wenig kaschiert durch gelegentliche Veröffentlichung weniger inhaltsreicher Mitteilungen unter dem Nutzernamen »Redaktion«.

Inzwischen habe ich mich entschieden, nach fast 20 Jahren als aktives Mitglied, zum Ende des Jahres 2017 aus der Gerhart-Hauptmann-Gesellschaft auszutreten. Da derzeit ungeklärt ist, ob die Webseiten in der bestehenden Form weitergepflegt werden und ob die Inhalte erhalten bleiben, habe ich sicherheitshalber einen Teil meiner Beiträge aus dem Hauptmann-Blog hierher übernommen. Sie sind nicht nachträglich bearbeitet und wurden automatisch unter dem ursprünglichen Erscheinungsdatum einsortiert. Kollateralschäden des Exports aus der einen WordPress-Instanz und der Imports in die andere WordPress-Instanz sind nicht auszuschließen, auf den ersten Blick sieht es aber ganz ordentlich aus.

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Neue Literaturhinweise

Die für 2016 einzige Lieferung der Hinweise auf neue und bisher nicht angezeigte Hauptmann-Literatur ist fertiggestellt und nun online abrufbar. Da im letzten Jahr kein Versand an die Mitglieder der Gerhart-Hauptmann-Gesellschaft vorgesehen war, entfielen a) der Termindruck, der sonst vielleicht für schnellere Bereitstellung gesorgt hätte, und b) die Notwendigkeit, den Umfang auf zwei Seiten zu beschränken. Die Literaturhinweise erscheinen daher nun in lesefreundlicherer Schriftgröße.

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Gerhart Hauptmanns Werke gemeinfrei

Am 6. Juni 1946 starb Gerhart Hauptmann, sein Todestag jährte sich 2016 zum siebzigsten Mal. „Das Urheberrecht erlischt siebzig Jahre nach dem Tode des Urhebers“ (§ 64 UrhG). Ab 1. Januar 2017 sind Hauptmanns Werke daher gemeinfrei, d.h. insbesondere, daß sie nun ohne Genehmigung und ohne Vergütungspflicht aufgeführt, nachgedruckt, im Internet veröffentlicht und bearbeitet werden dürfen.

Eine Liste der weiteren zahlreichen Autoren, deren Werk mit Ablauf des Jahres 2016 gemeinfrei geworden sind, bietet die Wikipedia.

 

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Gerhart Hauptmann in Stuttgart

In Stuttgart zeigt das Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg schon seit 28. Oktober 2015 zwei Hauptmann-Ausstellungen. Die Ausstellung „Gerhart Hauptmann: Der Dichter der Menschlichkeit“ wurde zuerst 2012 in Königswinter gezeigt, und die Originalausstellung „hauptmann-bruch-stücke“ will dem Betrachter keine Interpretetation aufdrängen, sondern bietet den Besuchern – laut Ankündigung – „Puzzle-stücke, aus denen sie sich ihr eigenes Hauptmann-Bild zusammensetzen können. hauptmann-bruch-stücke möchte neugierig machen auf die Werke einer großen, schwer zu fassenden Künstlerpersönlichkeit“.

Beide Ausstellungen sind noch bis zum 24. März 2016 zu sehen. Begleitet werden sie von einem Lesungs- und Vortragsprogramm mit noch drei Terminen:

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Neue Literaturhinweise

Nachdem es 2014 nur eine Lieferung gab, erhielten die Mitglieder der Gerhart-Hauptmann-Gesellschaft in diesem Jahr wieder zwei Lieferungen mit Hinweisen auf neue Hauptmann-Literatur. Etwas verspätet sind nun beide Lieferungen auch online zu finden.

Der Umfang geht weiter zurück, was damit zusammenhängen könnte, daß die Produktionen zum Jubiläumsjahr 2012 durch sind. Ein weiterer Grund liegt darin, daß ich nur noch Titel aufnehme, die ich auch autopsieren konnte. Der dafür nötige Aufwand steht leider in umgekehrt proportionalem Verhältnis zum (anzunehmenden) Wert der Publikationen, daher hat der Bodensatz nicht autopsierter Einträge in der Datenbank weiter zugenommen.

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Festschrift für Peter Sprengel

Kürzlich erschien eine Festschrift für Peter Sprengel, der nicht nur, aber doch sehr als Hauptmann-Forscher bekannt ist. So versteht es sich beinahe von selbst, daß sich der umfangreiche Sammelband nicht nur, aber doch auch Werk und Leben Gerhart Hauptmanns widmet. Als Vorgriff auf die nächste Lieferung der Literaturhinweise hier bereits die bibliographischen Angaben:

Lörke, Tim, Gregor Streim und Robert Walter-Jochum (Hrsg.): Von den Rändern zur Moderne. Studien zur deutschsprachigen Literatur zwischen Jahrhundertwende und Zweitem Weltkrieg. Festschrift für Peter Sprengel zum 65. Geburtstag. Würzburg 2014. – 504 S. – ISBN: 978-3-8260-5484-6 – 49,80 €.

Der Themenblock »Ein Großer vom Rande – Der Schlesier Gerhart Hauptmann« enthält folgende (mit Ausnahme des originellen ersten: wissenschaftliche) Beiträge:

  • Astrid Arz: Gerharts Traum. Konkret prosaisches Anagrammnonsensepoesiedrama, teils mit Tippfehlern, teils in naturalistisch-hartdeutscher Mundart, S. 107–109
  • Achim Aurnhammer: »Wenn ich was könnte […] und wenn der Hauptmann gescheidt wär« – Arthur Schnitzlers Wettstreit mit Gerhart Hauptmann, S. 111–126
  • Bernhard Tempel: Passive und naive Helden. Georg Lukács als Kritiker der Tragödie Gerhart Hauptmanns, S. 127–146
  • Antje Johanning-Radžienė: »In der Sinfonie der letzten vier Jahrzehnte ist sie der unbeirrbare, starke, tiefe Orgelpunkt.« Käthe Kollwitz und Gerhart Hauptmann, S. 147–170
  • Wojciech Kunicki: Die Wirklichkeit der Mythen. Zu Gerhart Hauptmanns Beschreibung des Zobten-Kommers in Das Abenteuer meiner Jugend, S. 171–184
  • Krzystof A. Kuczyński: Die Feiern zu Gerhart Hauptmanns 80. Geburtstag in Hirschberg 1942, S. 185–193
  • Till Becker und Edith Wack: »Sich äussern heisst äusserlich werden.« Ein Versuch über Gerhart Hauptmann als Briefschreiber, S. 195–222
  • Jutta Weber: Gerhart Hauptmanns Briefnachlass und das Projekt »Gerhart Hauptmann digital«, S. 223–231

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Gedichte und Versfragmente von Sigfrid Hoefert

Schon 2013 erschien unter dem Titel Unterwegs ein Bändchen mit Gedichten und Versfragmenten von Sigfrid Hoefert.[1] Der Autor, Jahrgang 1925, ist Germanist und in der Hauptmann-Forschung vor allem bekannt als Hauptmann-Bibliograph. Nach dem Tod Rudolf Ziesches ist er eines der beiden Ehrenmitglieder der Gerhart-Hauptmann-Gesellschaft e.V.

Der ein Jahr später veröffentlichte zweite Gedichtband, Auf Wegen und Umwegen[2] enthält auch drei Gedichte, die sich auf Gerhart Hauptmann beziehen. Besonders gelungen scheint mir Schlesische Kriegsspiele, weil es auf kürzestem Raum Spannweite, aber auch überwiegende Tendenz von Hauptmanns Äußerungen zum Krieg zusammenfaßt. Mit der freundlichen Erlaubnis des Verfassers sei es hier wiedergegeben:

 

Schlesische Kriegsspiele

Den Frieden preist Hauptmann im Festspiel
und trifft mit seinen Reimen kriegerische Heißsporne,
und später zur Vernichtung der Elbmetropole sagt er,
was gesagt werden musste, manchmal äußert er
Anstößiges, verdammt jedoch
den Krieg in den Versen
über der Atriden
Schicksal.

 

[1] Sigfrid Hoefert: Unterwegs. Gedichte und Versfragmente. Münster: agenda-Verl., 2013 (Kleine Reihe Literatur 7). – 65 S. – ISBN 978-3-89688-499-2
Verlagsinformationen (mit Inhaltsverzeichnis und Leseprobe)

[2] Sigfrid Hoefert: Auf Wegen und Umwegen. Gedichte und Versfragmente. Münster: agenda-Verl., 2014 (Kleine Reihe Literatur 14). – 66 S. – ISBN 978-3-89688-523-2
Verlagsinformationen (mit Inhaltsverzeichnis und Leseprobe)

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Capri in Leben und Werk Gerhart Hauptmann

„Er wollte nach Griechenland und kam doch nur bis Capri – so könnte man Anspruch und Wirklichkeit des großen Reiseprojekts charakterisieren, zu dem Gerhart Hauptmann im April 1883 von Hamburg auf dem Seeweg aufbrach.“[1]

Mit diesen Worten beginnt Peter Sprengels Einleitung „Capri-Reprisen“ zum neuesten Band des Jahrbuchs ‚Carl und Gerhart Hauptmann‘, von dem nun der 8. Band vorliegt, ein Themenband, der Editionen und Studien unter dem Titel „Capri in Leben und Werk Gerhart Hauptmanns“ bietet. Das Thema ist überraschend ergiebig und hat außer mit Tagebüchern und Briefen (dokumentiert wird u.a. das Reisetagebuch von 1883) auch reichlich Spuren im Werk hinterlassen. Im Band findet man die erste Fassung des Versepos ‚Die blaue Blume‘, die erste Fassung des Capri-Abschnitts aus dem ‚Abenteuer meiner Jugend‘ sowie erste Fassung und zwei Schlußvarianten des ‚Meerwunders‘. Ergänzt werden die über 200 Seiten Edition und Dokumentation durch vier Studien von Peter Sprengel (darunter ein Originalbeitrag „Schwankungen auf dem Weg zum Meerwunder. Zur Erstfassung von Hauptmanns Novelle und ihren Schluss-Varianten“, S. 301-314) und den Aufsatz „Zusammenstoß der Welten. Offenbarung, Religion und Phantastik in Gerhart Hauptmanns Das Meerwunder von Tim Lörke (S. 315-327).

Das Jahrbuch ist weiterhin nur in wenigen deutschen Bibliotheken verfügbar (s. Zeitschriftendatenbank) und über den Sortimentsbuchhandel nicht oder nur schwierig zu beziehen (übrigens auch nicht über die Gerhart-Hauptmann-Gesellschaft, obwohl es gelegentlich Anfragen danach gibt). Der Vertrieb erfolgt laut Impressum durch:

Państwowa Wyższa Szkoła Zawodowa we Włocławku / Staatliche Fachhochschule Włocławk
Wydawnictwo Naukowe PWSZ we Włocławku
Wissenschaftlicher Verlag der Staatlichen Fachhochschule in Włocławek
PL 87-800 Włocławek, ul. Mechaników 3
Fax: ++48 54 3214352
E-Mail: rektorat@pwsz.wloclawek.pl

[1] Peter Sprengel: Capri in Leben und Werk Gerhart Hauptmanns. Editionen und Studien. Mit Beitr. von Tim Lörke und Edith Wack (Carl und Gerhart Hauptmann – Jahrbuch 8). Włocławek 2014. – 344 S., Zitat S. 7

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