20 bis 30 Sekunden Goethe zum Rezitieren beim Händewaschen

Auf Twitter sah ich heute das Bild eines laminierten Blatts mit Shakespeare-Zitaten: »20 seconds of Shakespeare to recite while you wash your hands«. Ein Retweet fragte, ob es das auch mit Goethe-Zitaten gebe. Keine Ahnung, ob es das irgendwo draußen in der Welt schon gab, mich hat es jedenfalls gereizt, mal wieder ein wenig Goethe querzulesen und selbst ein solches Blatt 20 bis 30 Sekunden Johann Wolfgang Goethe zum Rezitieren während des Händewaschens zu erstellen. Die Zitate sollten jeweils für 20 bis 30 Sekunden reichen: die Zeit, die man aus Gründen des Infektionsschutzes seine Hände waschen sollte.

Es fiel mir nicht leicht zu entscheiden, ob ich eher bekannte oder weniger bekannte – dafür zum Weiterlesen anregende – Zitate wählen sollte. Am Ende ist es eine Mischung geworden. Leider nicht in meine Auswahl geschafft hat es ein schönes Zitat aus einer frühen Fassung der »Römischen Elegien«:

Wäre Werther mein Bruder gewesen, ich hätt ihn erschlagen,
Kaum verfolgte mich so rächend sein trauriger Geist.
So verfolgte das Liedchen Malbrough den reisenden Britten
Erst von Paris nach Livorn, dann von Livorno nach Rom
Weiter nach Napel hinunter und wär er nach Madras gesegelt,
Malbrough empfing ihn auch dort Malbrough im Hafen das Lied.

(MA 3.2, 40)

Alle Nachweise mit Sigle MA beziehen sich auf Johann Wolfgang Goethe: Sämtliche Werke nach Epochen ihres Schaffens. Münchner Ausgabe. Hrsg. von Karl Richter. 21 Bde. München 1985-1998.

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Gerhart Hauptmann – Literaturhinweise 2019

Die neueste Lieferung der Hinweise auf Literatur von und über Gerhart Hauptmann steht jetzt unter Literatur zu Gerhart Hauptmann zur Verfügung. Da ich im Hinblick auf eine Kumulation immer auch Nachträge sammle, handelt es sich wie stets nicht ausschließlich um die neuesten Veröffentlichungen.

Weitere Nachträge ergeben sich immer wieder bei den Arbeiten zu zwei Projekten, die mich (mit Unterbrechungen) schon länger beschäftigen: der Edition des Briefwechsels von Moritz Heimann mit Gerhart und Margarete Hauptmann (eine Roherfassung der meisten Briefe ist abgeschlossen) sowie einer im Hinblick auf die Veröffentlichung noch reichlich konzeptlosen Sammlung von Zeugnissen der humoristischen und satirischen Hauptmann-Rezeption. Nachträge dieser Art habe ich allerdings aus der aktuellen Lieferung der Literaturhinweise herausgelassen, damit sich deren Fertigstellung nicht weiter verzögert.

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Neue Literaturhinweise zu Gerhart Hauptmann

Etwas verspätet steht jetzt die neueste Lieferung der Hinweise auf Literatur zu Gerhart Hauptmann zur Verfügung, die ich im Laufe des vergangenen Jahres gesammelt habe. Es hat sich mittlerweile bewährt, nur noch eine Lieferung pro Jahr zusammenzustellen, daher bleibt es zukünftig bei diesem Rhythmus. Nur am Rande sei bemerkt, daß es die erste Lieferung seit 2004 ist, die nicht im Namen der Gerhart-Hauptmann-Gesellschaft e.V., Berlin, erscheint.

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Literaturhinweise zu Gerhart Hauptmann

Auch für 2017 gibt es nur eine einzige Lieferung der Hinweise auf neue und bisher nicht angezeigte Hauptmann-Literatur. Bei den halbjährlichen Lieferungen ist das Verhältnis von Aufwand und Nutzen zu ungünstig. Die diesjährige Lieferung ist fertiggestellt und online abrufbar. Es ist die letzte Lieferung, die im Namen der Gerhart-Hauptmann-Gesellschaft e.V., Berlin, erscheint, da ich dort mit Wirkung vom 1.1.2018 nicht mehr Mitglied bin.

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Beiträge aus dem Hauptmann-Blog

Vor fast 10 Jahren habe ich begonnen, die Webseiten für die Gerhart-Hauptmann-Gesellschaft e.V., Berlin, aufzubauen. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, blieb ich Alleinautor insbesondere des Hauptmann-Blogs, ein wenig kaschiert durch gelegentliche Veröffentlichung weniger inhaltsreicher Mitteilungen unter dem Nutzernamen »Redaktion«.

Inzwischen habe ich mich entschieden, nach fast 20 Jahren als aktives Mitglied, zum Ende des Jahres 2017 aus der Gerhart-Hauptmann-Gesellschaft auszutreten. Da derzeit ungeklärt ist, ob die Webseiten in der bestehenden Form weitergepflegt werden und ob die Inhalte erhalten bleiben, habe ich sicherheitshalber einen Teil meiner Beiträge aus dem Hauptmann-Blog hierher übernommen. Sie sind nicht nachträglich bearbeitet und wurden automatisch unter dem ursprünglichen Erscheinungsdatum einsortiert. Kollateralschäden des Exports aus der einen WordPress-Instanz und der Imports in die andere WordPress-Instanz sind nicht auszuschließen, auf den ersten Blick sieht es aber ganz ordentlich aus.

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Neue Literaturhinweise

Die für 2016 einzige Lieferung der Hinweise auf neue und bisher nicht angezeigte Hauptmann-Literatur ist fertiggestellt und nun online abrufbar. Da im letzten Jahr kein Versand an die Mitglieder der Gerhart-Hauptmann-Gesellschaft vorgesehen war, entfielen a) der Termindruck, der sonst vielleicht für schnellere Bereitstellung gesorgt hätte, und b) die Notwendigkeit, den Umfang auf zwei Seiten zu beschränken. Die Literaturhinweise erscheinen daher nun in lesefreundlicherer Schriftgröße.

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Gerhart Hauptmanns Werke gemeinfrei

Am 6. Juni 1946 starb Gerhart Hauptmann, sein Todestag jährte sich 2016 zum siebzigsten Mal. „Das Urheberrecht erlischt siebzig Jahre nach dem Tode des Urhebers“ (§ 64 UrhG). Ab 1. Januar 2017 sind Hauptmanns Werke daher gemeinfrei, d.h. insbesondere, daß sie nun ohne Genehmigung und ohne Vergütungspflicht aufgeführt, nachgedruckt, im Internet veröffentlicht und bearbeitet werden dürfen.

Eine Liste der weiteren zahlreichen Autoren, deren Werk mit Ablauf des Jahres 2016 gemeinfrei geworden sind, bietet die Wikipedia.

 

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Humor in der DDR

Seit bald 20 Jahren einer meiner Lieblingswitze:

»Chruschtschow und Kennedy laufen um die Wette. Kennedy siegt und wird in der amerikanischen Presse gefeiert. Die Prawda wiederum schreibt: „Genosse Nikita Chruschtschow errang einen hervorragenden zweiten Platz. Der amerikanische Präsident hingegen wurde nur Vorletzter.“« (http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/interview-mit-bodo-mueller-ueber-humor-in-der-ddr-14398343.html)

(zuerst auf GooglePlus)

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Lesefrucht – Peter Stamm: Agnes

Wenn es nicht ein Bibliotheksexemplar wäre, hätte ich einen Strich am Rand gemacht. So muß ich es exzerpieren:

»Es muss etwas passieren, damit die Geschichte interessanter wird«, sagte ich endlich zu Agnes.

»Bist du nicht glücklich, so wie wir es haben?«

»Doch«, sagte ich, »aber Glück macht keine guten Geschichten. Glück lässt sich nicht beschreiben. Es ist wie Nebel, wie Rauch, durchsichtig und flüchtig. Hast Du jemals einen Maler gesehen, der Rauch malen konnte?«

(Peter Stamm: Agnes. Zürich/Hamburg 1998, S. 68)

(zuerst auf GooglePlus)

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Spanische Abtauschvariante im Schach

Die Abtauschvariante in der Spanischen Partie ist eine meiner Lieblingseröffnungen (mit Weiß) beim Schach, weil die damit verbundene Strategie so herrlich schlicht ist: Man versucht einfach, alle Figuren abzutauschen und anschließend wegen der besseren Bauernstruktur das Endspiel zu gewinnen. Und manchmal gibt’s es während der Vereinfachungsoperationen auch taktische Varianten, die ein mühseliges Endspiel ersparen, wie die Partie Fischer – Spasski (Belgrad (9) 1992) zeigt: http://www.viewchess.com/cbreader/2016/5/11/Game45965328.html

Da ich selbst das Turnierschach aber schon mit Anfang 20 an den Nagel gehängt habe, ist die aktuelle Repertoire-Empfehlung mir nicht mehr als eine interessante Fußnote: http://de.chessbase.com/post/repertoireempfehlung-spanisch-abtauschvariante

(zuerst auf GooglePlus)

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